Das Datennetz – Grundlage für jegliche Informationsverarbeitung

Das RRZE plant und betreibt das Datennetz der FAU mit vermittelnder Netzinfrastruktur. Die Herausforderung liegt in der historisch bedingten, stark verteilten Lage der Universität und ihrer Einrichtungen. Es gilt als das „verteilteste“ Hochschulnetz in Deutschland und erstreckt sich über die Städte Erlangen, Nürnberg, Fürth, Bamberg und Pleinfeld.

Im Erlanger Stadtgebiet sind die Universitätsstandorte in der Regel durch Lichtwellenleiter miteinander verbunden, die großen Streulagen werden über angemietete Leitungen oder Richtfunk herangeführt. Kleine Streulagen, wie beispielsweise kleinere Institute, werden über DSL in das FAU-Datennetz integriert.

Das „passive“ Netz in den über 200 Gebäudegruppen ist „strukturiert“ mit Glasfasern bzw. Kupferleitungen verkabelt. Es umfasst mehr als 60.000 Endanschlüsse.

Netze mit hohen Sicherheitsanforderungen und gleichzeitig hohem inneruniversitärem Kommunikationsbedarf, wie das der Universitätsverwaltung, werden durch ein System aus Firewalls geschützt.

Das Datennetz der FAU ist in kein statisches Gebilde, sondern Gegenstand stetigen Wandels, um sich beispielsweise an wachsende technische Anforderungen, organisatorische Neuordnungen oder etwaige Standortveränderungen innerhalb der Universität anzupassen.

WLAN, VPN und E-Mail

Mit dem Internet ist die Universität Erlangen-Nürnberg auf Basis von 2 x 20-Gbit/s-Ethernet über das X-WiN des DFN-Vereins verbunden. Der Verkehr zum bzw. vom X-WiN steigt kontinuierlich. Für den Zugriff auf das Universitätsnetz von zuhause aus stehen VPN-Server zur Verfügung. Für mobile Nutzer, insbesondere Studierende, betreibt das RRZE eine eigene flächendeckende WLAN-Struktur, die fortlaufend ausgebaut wird.

Im ständig wachsenden „aktiven“ Netz werden durch mehr als 3.100 miteinander verbundene Vermittlungseinrichtungen (Router, Switches, APs) Virtuelle Lokale Netze (VLANs) gebildet.

Den Studierenden und Beschäftigten der FAU werden elektronische Postfächer mit Webmailzugang angeboten und der Postfachzugriff über Arbeitsplatz-Mailprogramme mit POP3- oder IMAP-Schnittstelle unterstützt. Beschäftigte können zudem ein umfangreiches Groupware-Angebot nutzen. Diverse Hintergrunddienste zur Spam- und Virenbekämpfung halten unerwünschte E-Mails von den Nutzerpostfächern weitestgehend fern. Der Hochschulleitung und den Institutionen der FAU wird eine gezielte Nachrichtenverbreitung per E-Mail ermöglicht, indem Verteiler für vielfältige Studierenden- und Beschäftigtengruppen bereit gestellt werden, die mit Hilfe des Identitätsmanagements (IdM) laufend automatisch auf aktuellem Stand gehalten werden.